Sicherheitsseminar für Bauarbeiten an Versorgungsanlagen erfolgreich durchgeführt

Korbach(pm). Die Innung für das Bauhandwerk Waldeck-Frankenberg hat gemeinsam mit der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) erneut das Seminar „Sicherheit bei Bauarbeiten im Bereich von Versorgungsanlagen“ erfolgreich durchgeführt. Die eintägige Schulung richtete sich an Baumaschinenführer und Aufsichtführende im Tiefbau, die im Bereich von Leitungsnetzen tätig sind oder Arbeiten nach dem THÜGA-Standardleistungsverzeichnis ausführen. Als Referent leitete Thomas Deuerling, Leiter der Abteilung Netzbau der EWF, das Seminar. Er vermittelte praxisorientierte Inhalte zu sicherheitstechnischen Maßnahmen sowie zum fachgerechten Verhalten bei Arbeiten in der Nähe von Versorgungsleitungen. Ziel ist es, Beschädigungen an Leitungsnetzen zu vermeiden, die Versorgungssicherheit zu stärken und Beschäftigte wie auch Dritte vor möglichen Gefahren zu schützen. Reale Schadensfälle wurden analysiert und hinsichtlich Ursachen, Abläufen und erforderlicher Maßnahmen systematisch aufgearbeitet.

Die Schulung orientierte sich am DVGW-Arbeitsblatt GW 129 und der VDE Anwendungsregel AR-N 4224, die als spartenübergreifend anerkanntes Qualifikationskonzept für Bauarbeiten in Leitungsnähe gilt. Die Schulung hat eine dreijährige Gültigkeit. Obermeister Ulrich Mütze betonte: „Arbeiten im Bereich von Versorgungsleitungen erfordern neben handwerklicher Erfahrung ein hohes Maß an regelwerkskonformer Fachkunde. Die Qualifikation nach GW 129 AR-N 4224 stellt sicher, dass technische Vorgaben, Sicherheitsanforderungen und organisatorische Abläufe einheitlich verstanden und umgesetzt werden. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätssicherung im Tiefbau und zur Stabilität der regionalen Versorgungsinfrastruktur.“

Abschließend erklärte Thomas Deuerling: „Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass ein Großteil von Netzschäden im Zusammenhang mit Tiefbauarbeiten entsteht. Jede vermeidbare Beschädigung reduziert nicht nur Reparaturaufwand und Kosten, sondern erhöht unmittelbar die Sicherheit auf der Baustelle und die Stabilität der Versorgung. Die hohe Beteiligung am Seminar unterstreicht das ausgeprägte Sicherheitsbewusstsein der Unternehmen und die Bereitschaft, technische Regeln konsequent umzusetzen.“ Für weitere Informationen steht die Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg unter der Telefonnummer 05631 9535-100 sowie per E-Mail an info@khkb.de zur Verfügung.